Stadtbilder

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Zwischen 1968 und 1970 fertigte Gerhard Richter nahezu 50 Stadtansichten an, die auf fotografischen Vorlagen basieren, die er aus Architekturzeitschriften entnommen hat. Bei den Bildvorlagen handelt es sich größtenteils um Luftaufnahmen von Städten, aber auch um Fotografien von Architekturmodellen. In Gerhard Richters Atlas sind auf den Blättern 106 bis 124 einige dieser Stadtaufnahmen zu finden.

Bei der Übertragung der Bildvorlagen in die Malerei, lässt der Künstler die Perspektive unverändert und behält auch die Reduktion auf Graustufen bei. Die größte Einflussnahme Richters entsteht bei der Wahl des Bildausschnitts, wobei er überwiegend quadratische Bildformate wählt. Häufig lässt er Bereiche der Vorlage weg, die markante Bauwerke zeigen und eine Identifizierung des Dargestellten erleichtern könnten. Die Stadtbilder kennzeichnet eine bisweilen gestische Pinselführung – ein lockerer, breiter Pinselstrich, der die Farbe pastos aufträgt, wobei die Leinwand stellenweise unbedeckt bleibt.

Notiz erstellt von der Redaktion

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